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Kunst und Kultur


Beato Angelico: Der Brückenbauer zwischen Gotik und  Renaissance

von Vincenzo Delle Donne, Florenz


Sie  ist wohl die größte Schau, die über den Mönch aus Fiesole je auf die Beine gestellt wurde. Unglaubliche 140 Exponate aus der ganzen Welt werden im Palazzo Strozzi und im nahen Museo San Marco präsentiert. In die Annalen ging der Maler als Fra’ Angelico oder Beato Angelico ein. Aber eigentlich hieß er mit bürgerlichem Namen Guido di Pietro. Zusammen mit Masaccio und Filippo Lippi läutete Beato Angelico die florentinische Hochrenaissance ein. Seine leuchtenden Verkündigungen-Darstellungen wurden zum Vorbild für alle anderen Künstler der Zeit. In Florenz, aber auch in Rom und Venedig. Kein anderer Maler vermochte das Blaue, das Rot und das Gold so gekonnt in Fresken und Tafelbildern einzusetzen wie Fra’ Angelico. "Diese einzigartige Ausstellung kann man nur in Florenz sehen. Wir huldigen so dem großartigen Beato Angelico und zeigen alle seine Meisterwerke. Sie sind sonst überall in der Welt verstreut", sagt Arturo Galansino, Direktor des Museo Strozzi. Aber hier und jetzt seien sie für kurze Zeit versammelt zu sehen. Fra' Angelicos großartige Altarbilder kann man hier bis zum 25. Januar 2026 in ihrer ganzen Pracht bewundern.
Fra’ Angelico oder Beato Angelico, der engelhafte Mönch oder der selige Mönch, wurde 1395 in Fiesole geboren und starb 1455 in Rom. Von 1440 bis 1455 lebte und arbeitete er im Kloster San Marco. Die Umbaumaßnahmen des Klosters hatte Cosimos Intimus Michelozzo geleitet, der auch Architekt war. Fra’ Angelico malte das Kloster mit Fresken aus. Jede Zelle der Ordensbrüder bemalte er mit Fresken. Das Resultat war ein Gesamtkunstwerk aus Architektur und Malerei. Beato Angelicos Fresken überzeugen durch Harmonie, Farbigkeit und Einfachheit. Sie wurden ein Vorbild für die beginnende Hochrenaissance, die Florenz zur strahlenden Welthauptstadt der Kunst machte. Hier ist der Link zu unserem YouTube-Video:






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